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Interviews mit Produzenten

Saft ist nicht gleich Saft (Verlosung)

10.11.2017

Saft kaufen die meisten im Supermarkt oder Getränkehandel. Dabei gibt es so wahnsinnig viele Mostereien in Deutschland. Über 120 Saft Produzenten haben wir bei uns auf der Karte gelistet. Über 300 Lebensmittel-Handwerker in der Oberkategorie Erfrischungsgetränke. Und es gibt noch viel mehr. Die NABU (Naturschutzbund Deutschland) zählt allein über 300 Lohnmostereien, die das eigene mitgebrachte Obst zu Saft pressen. Warum also nicht auch den Saft, Nektar und Co regional und direkt beim Produzenten kaufen?

Und wer jetzt denkt, Mostereien bieten nur die Standartsäfte wie Apfelsaft und Kirschsaft an, der irrt. Orangen wachsen in Deutschland nicht, aber dafür jede Menge anderes Obst und Gemüse. Die Obstkelterei Flämminggarten aus Zahna-Elster z.B. verkauft neben Birnensaft und Pfirsichnektar auch Rhabarber, Schwarze Johannisbeere und Grapefruit bis hin zu Tomatensaft. In einem unserer ersten Artikel auf unserem Portal haben wir übrigens leev vorgestellt, die sortenreinen Apfelsaft verkaufen. Ja auch Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft und allein hier gibt es große Unterschiede im Geschmack.

Und auch die Verpackung ist vielfältig. Das Weingut Möckli füllt ihren Traubensaft in Glasflaschen und bietet mit ihrem tollen Design auch optische Qualität auf dem Tisch. Wie Wein präsentieren sich die sortenreinen Säfte, von denen wir übrigens 6 Flaschen verlosen (siehe unten).

Wir haben mal hinter die Kulissen geschaut und bei zwei Saftproduzenten nachgefragt. Oben im Norden und unten im Süden Deutschlands. Ist jeder Saft vegan? Was passiert eigentlich mit dem Rest, wenn der Saft ausgepresst ist? Und was ist der Unterschied zwischen Most, Fruchtsaft und Nektar?

 

Möcklis Traubensäfte / Weingut Möckli

Kirchstraße 38, 76829 Landau in der Pfalz, weingut-moeckli.de

Sortenreine Traubensäfte vom Weingut Moeckli

Was macht euch bei der Saftherstellung zu echten Lebensmittel-Handwerken??

Wir leisten alle Arbeitsschritte von der Rebe bis in die Flasche selbst. Hierbei legen wir größten Wert darauf, unsere Trauben per Hand zu ernten, um eine bestmögliche Qualität unserer Säfte sicherzustellen.

Das ist echtes Handwerk, toll! Und was ist an eurem Traubensaft das Besondere gegenüber den vielen anderen erhältlichen Säften?

Wir können auf über 50 Jahre Erfahrung in der Herstellung sortenreiner Traubensäfte zurückblicken und bewirtschaften unsere Weinberge sehr naturverbunden. Für unsere Säfte benutzen wir nur bestes Lesegut, das wir per Hand ernten. Durch die Abfüllung des Saftes innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte schmecken unsere Säfte, als kämen sie gerade frisch aus der Weinpresse.

Da läuft einem ja das Wasser im Munde zusammen und man möchte direkt mal probieren. Wie wichtig ist euch Regionalität?

Als kleines Pfälzer Weingut sind wir stolz auf unsere Region, da die einzigartigen Böden in der Pfalz Grundlage für den Geschmack unserer Traubensäfte sind.

Immer mehr Produzenten werben neuerdings mit veganen Säften. Ist aber nicht jeder Saft vegan? Ist dies eine Marketing-Strategie oder steckt da mehr hinter?

Leider sind nicht alle Säfte vegan. In der Saftherstellung wird nach wie vor tierische Gelatine als gängigstes Mittel benutzt, um Trübstoffe im Most zu binden und anschließen heraus zu filtern. Somit sind zwar im Saft keine tierischen Stoffe vorhanden, allerdings ist er durch den Kontakt mit der Gelatine nicht mehr vegan. Alternativen bieten eine mechanische Mostklärung bzw. die Verwendung von aus Pflanzen gewonnenen Proteinen, um die Trübstoffe im Saft zu binden. Wir stellen unsere Produktion mehr und mehr auf das vegane Verfahren um und haben uns dies vom Europäischen Vegetarierbund (ProVeg) mit dem "V-Label" auch zertifizieren lassen.

Kennst du das Weingut Möckli? Bewerte es jetzt auf der Profilseite!

 

Holunderhof Helle

Helle 2, 24351 Thumby, holunderhof-helle.de

Enten die über eine grüne Wiese laufen

Was für Saft stellt ihr her?

Wir verarbeiten Wildobst zu Konfitüren und Säften. Dieses Jahr ist unser Favorit die Quitte: golden, köstlich und besonders.

Oh, die Quitte ist ja auch ganz offiziell die Frucht des Jahres 2017. Und auch euch gefragt, was ist das Besondere an eurem Saft gegenüber den vielen anderen, die es zu kaufen gibt?

Alle Säfte stammen von unserem Biohof. Doppelt wertvoll aus regionaler und biologischer Produktion. Der gute Geist des Hofes mit freilaufenden Enten und Hühnern als tierischen Mitarbeitern für die Schädlingsbegrenzung wird in unseren Produkten spürbar.

Ihr verwendet also alle Früchte vom eigenen Hof?

Ja genau, von unserem Biohof. Aus den Plantagen mit unterschiedlichen Früchten. Eine gute Vielfalt ist auch für die Insekten, unsere tierischen Mitarbeiter zum Bestäuben der Pflanzen, sehr wichtig.

Dann seid ihr ja automatisch regional unterwegs...

Absolut! Regionalität ist unverzichtbar. Wir mischen lieber Birne mit Holunder als auswärtige Produkte mit langen Transportwegen.

Das klingt wunderbar und die heimische Vielfalt ist ja auch riesig. Was passiert eigentlich mit dem Rest, wenn alles Saft ausgepresst ist?

Den Trester bekommen Schweine und Hühner als willkommene Vitamingabe. So bleibt kein Rest und alle haben etwas davon.

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Amorella Kirsch-Manufaktur

Chausseehaus 1, 55127 Mainz, chausseehaus.de

Die Familie der Amorella-Kirsch-Manufaktur

Lasst mich raten, ihr produziert Kirschsaft?

Ja, unser Amorella Kirsch-Sauerkirschsaft und Amorella Kirsch-Saft TRIO sind beides Direktsäfte oder auch Muttersäfte genannt, d. h. unsere Säfte sind 100 % Frucht ohne Wasser, Zucker und sonstige Zusätze. Frucht pur!

Ungewöhnlich ist dabei euer Sauerkirschsaft, warum?

Da man heute kaum noch Sauerkirsche/Schattenmorelle als Direktsaft erhält. Leider wird die Sauerkirsche meistens nur noch als Nektar angeboten. Dabei ist unser 100 % Sauerkirschsaft ein hervorragender Durstlöscher und man kann auch direkt Gelee daraus kochen.

Was ist denn der Unterschied zwischen Most, Direktsaft, Fruchtsaft und Nektar?

Most wird je nach Region unterschiedlich bezeichnet, entweder durch Pressen gewonnener Fruchtsaft oder bereits vergorener.
Direktsaft besteht aus 100 % Frucht. Die Frucht wird nach dem Pressen sofort weiterverarbeitet. Indem man ihn filtert und zur Haltbarmachung pasteurisiert.
Fruchtsaft hat auch ein Fruchtgehalt von 100 %. Jedoch wird hier der Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat gewonnen.
Und Fruchtnektar enthält je nach Fruchtart mindestens 25 bis 50 & Frucht, sowie Wasser und ggf. Zucker oder Honig.

Toll, da hat man mal einen Überblick. Baut ihr die Kirschen eigentlich selbst an?

Bei unserm Amorella Kirsch-Sauerkirschsaft sind es zu 100 % unsere eigenen angebauten Sauerkirschen. Bei unserm Amorella Kirsch-Saft TRIO vereinen sich drei Säfte. Einmal unsere eigenen Sauerkirschen und dann der Trauben- und Apfelsaft von unserer Saftmanufaktur, die für uns den Direktsaft abfüllt.

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Verlosung

Wir verlosen 6 Flaschen Traubensaft vom Weingut Möckli. Verlost wird unter allen registrierten Nutzern, die sich über "Jetzt teilnehmen" in unseren Lostopf platzieren und ihren Wohnsitz in Deutschland haben! Ausgelost wird am 26.11.17. Registrieren lohnt sich übrigens mehrfach! Gewinne immer wieder tolle Produkte. Gib deine Erfahrungen in Form von Manufaktur-Bewertungen weiter. Merke dir Manufakturen und ganze Kategorien, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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Titelfoto: Möcklis Traubensäfte / Weingut Möckli



Die Verlosung ist beendet. Gewonnen hat Kathrin D. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen ein frohes Probieren und Genießen! Die Gewinnerin wurde bereits benachrichtigt.

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