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Wusstest du eigentlich, dass… ?

Was genau ist eigentlich eine Manufaktur?

27.05.2016

Immer wieder wird uns die Frage gestellt, was eigentlich eine Manufaktur ist. Wie definiert man Manufaktur? Was macht sie aus? Wir haben verschiedene Leute befragt und uns die genaue Definition mal angesehen.

Was assoziieren wir mit dem Wort Manufaktur? Wir haben nachgefragt. Es kamen viele Wörter, wie Qualität, Nostalgie, hochwertig oder Leidenschaft als Antwort. Fast alle waren sich zudem einig, dass es um das Handwerk geht. Eine Manufaktur arbeitet also mit den Händen, statt mit automatisierten Maschinen. Und das ist auch gleich der wichtigste Punkt.

 

Wortherkunft Manufaktur

Das Wort Manufaktur kommt aus dem Lateinischen von "manus", was Hand bedeutet und von "facere", was man mit herstellen, machen oder tun übersetzen kann. Es geht also um ein Handwerk. Eine Produktionsstätte, in der handwerklich gearbeitet wird und Produkte hergestellt werden. Also das Gegenteil von Fabriken, die durch die Industrialisierung etwa um 1835 entstanden sind. Aber natürlich gibt es auch in einer Manufaktur Maschinen. Kleine und auch große. Aber der Hauptanteil ist die Handarbeit. Das Individuelle.

Gehen wir nun also wieder einen Schritt zurück? Zurück zum tatsächlichen Handwerk? Zu alten Herstellungsmethoden? Es werden längst vergessene Traditionen herausgekramt und in die heutige Zeit gebracht.

 

Manufaktur heute

Es ist leider zum Teil ein Wort des Marketings geworden. Große Firmen nutzen unsere Gefühle bei "handgemacht", eine hohe "Qualität", "Leidenschaft" und die "Liebe" zum Produkt aus, um auf ihre oft industriell hergestellten Waren hinzuweisen. Diese emotional aufzuwerten. Denn Manufakturprodukte lassen sich hochpreisiger verkaufen. Sie haben ein besseres Image, weswegen auch viele Unternehmen sich Manufaktur nennen, die im ursprünglichen Sinne keine Manufaktur sind. Die Grenzen verschwimmen heute also.

Dennoch entstehen immer mehr echte Manufakturen. Gerade im Bereich der Lebensmittel. Derzeit ist ein wahrer Food-Startup-Boom zu erkennen. Überall tauchen neue Produkte auf. Oft sind es die ganz normalen Lebensmittel, die ein neues Image bekommen, wie Popcorn, Suppe, Brühe oder Kaffee. Bei anderen geht es um sehr alte Produkte oder Herstellungsprozesse, wie bei Kombucha oder ganz simpel beim Sirup, der wieder aus alten Früchten und Blüten hergestellt wird. Aber auch völlig neue Kreationen erobern den Lebensmittelhandel, wie Chips aus Wirsing oder grüne Smoothies als Riegel. Schaut man sich allein die Massen an neuen Getränken an, wird einem fast schwindelig. Kaltgebrühter Kaffee, Limonaden für nach-dem-Party-Kater oder Mischgetränke wie Havelwasser, bei dem Birnensaft mit Wein gemixt wird.

Es wird also wieder viel Wert auf Handarbeit gelegt. Zumindest bei den Herstellern, Produzenten und tatsächlichen Manufakturen. Wir als Konsumenten möchten mehr Transparenz. Woher kommen die Rohstoffe, wie werden diese verarbeitet? Und gern lernen wir auch die Menschen hinter den Manufakturen kennen. Es gibt einen erkennbaren Bedarf nach Handarbeit. Nicht umsonst nutzt die Industrie den Begriff "Manufaktur" aktuell so massiv für Werbezwecke.

Wir können also nur hoffen, dass es nicht zu Hip wird, eine Manufaktur zu sein. Dass das Ganze nicht zu einer Blase wächst und wieder platzt, da uns das ganze Manufakturdasein eher nervt, als anspricht. Genauer hinschauen müssen wir auf jeden Fall schon jetzt. Ob wirklich Handarbeit im Spiel ist, oder das Wort Manufaktur nur auf dem Etikett steht.

Felix Kosel / Foto: 123rf.com



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