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Interviews mit Produzenten

Wirsing Chips? Gesund und lecker?

26.08.2016

Manche kennen sie vielleicht schon aus der TV-Show "Die Höhle der Löwen", bei dieser sie sich vor einem Millionen-Publikum vorgestellt haben. Mit ihrer Manufaktur "Heimatgut" stellen sie Wirsing Chips her, die nicht so stark auf die Hüfte gehen.

Auf Wirsing als Zutat wäre ich wirklich als allerletztes gekommen, wenn ich an Chips denke. Doch Maurice und Aryan schon. Und sie sind damit sogar sehr erfolgreich. Wie aus einer ungewöhnlichen Idee eine eigene Firma wurde...

 

Wirsing ist nicht unbedingt jedermanns Lieblingsgemüse. Wie kommt man auf die Idee Wirsing Chips zu machen?

Wir wollten endlich Snacks essen, die knusprig und lecker sind, aber nicht direkt auf der Hüfte kleben. So kamen wir auf die Idee zu dörren, anstatt zu frittieren oder zu backen. Und für dieses Verfahren eignet sich der Wirsing einfach perfekt. Denn das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Sowohl von den Nährwerten als auch vom Geschmack.

 

Und wie wird aus Wirsing dann ein Chip?

Unser Wirsing wird geschnitten und dann mit unseren hauseigenen Marinaden versehen. Anschließend wird er in speziellen Trocknungsmaschinen zum knusprigen Heimatgut Wirsingchip.

 

Und gesund also obendrein. Wie viele Kalorien haben sie denn?

Das hängt natürlich von der Sorte ab, aber "Italian Herb" hat auf 100 Gramm nur 334 kcal aber satte 23,7 g Eiweiß! Pro Tüte sind es lediglich 117 kcal. Also endlich mal Chips, bei denen man mit gutem Gewissen in die Tüte greifen kann.

 

Das ist auf jeden Fall weniger als z.B. funny-frisch Chips (530 kcal/100 g) oder Crunchips (535 kcal/100 g). Und jetzt mal direkt gefragt: wenn ich Wirsing gekocht esse, gibt es die einen oder anderen Verdauungsnebenwirkungen. Ist das bei euren Wirsing Chips eigentlich auch so?

Nein, das Problem gibt es bei unseren Chips nicht. Wir geben beispielsweise Apfelessig oder Kurkuma zur Marinade hinzu, dies nimmt diese Wirkung. Unsere Chips sind also auch für Leute mit empfindlicherem Magen gut verträglich.

 

Haha, gut zu wissen. Und woher kommt euer Wirsing? Es ist ja eines der Gemüsesorten, die fast das ganze Jahr in Deutschland zu ernten sind.

Wir bekommen unseren Wirsing das ganze Jahr hier bei uns regional aus dem Norden, zum Beispiel von der Fehmarn-Insel.

 

Wie viel Gramm frischen Wirsing braucht man denn so, um 100 g Chips daraus zu machen?

Für eine Tüte (35 g) Wirsing Chips benötigt man ca. 250 g frischen Wirsing, für 100 g fertige Chips sind es also ca. 715 g Wirsing.

 

Das 7-fache. Da wird also ganz schön viel Wasser herausgenommen. Wie muss man sich eure Produktion vorstellen? Riesige Dörrmaschinen in einer Halle? 

Bei unseren Wirsing Chips wird fast alles in Handarbeit gemacht: Schneiden, Waschen, Marinade herstellen, Maschinen befüllen, Verpacken und und und. Es gibt fast nichts, was Maschinen für uns übernehmen können.

 

Wow! Was für Hände arbeiten da? Wer steckt hinter Heimatgut?

Hinter Heimatgut stehen wir, Maurice und Aryan. Wir sind zusammen zur Schule gegangen, haben aber anschließend an unterschiedlichen Orten studiert. Aryan hat nach seinem Studium zwei Jahre in Afrika für Forbes gearbeitet, während Maurice seinen Master in Madrid absolviert. Vor Heimatgut haben wir noch nicht im Lebensmittelbereich gearbeitet, wollten aber endlich gesunde Chips snacken. Da es die im Supermarktregal nichts gab, mussten wir uns also selber etwas einfallen lassen.



Heimatgut, Sinstorfer Kirchweg 74-92, 21077 Hamburg, heimat-gut.de

Felix Kosel



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