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Besondere Feiertage und Termine

Heute einen Apfel essen...

16.09.2017

Apfeltage gibt es viele in Deutschland und auch international. Schließlich essen wir Deutschen allein etwa 20 kg im Jahr. Heute ist einer davon, der "Iss einen Apfel-Tag". Und man mag ihn für schwachsinnig halten oder toll finden - wir nehmen ihn zum Anlass, um mehr über den Apfel zu erfahren.

Wusstest du, dass es mehrere tausend Apfelsorten gibt? Kaum vorzustellen. Elstar, Braeburn, Jonagold und Gala kennen die meisten. Aber schon mal etwas von Hampus, Sabaros oder Warden gehört? Allerdings haben nur etwa 50 Apfelsorten eine wirtschaftliche Bedeutung hierzulande.

Feiern kann man den heutigen Apfel-Aktions-Tag übrigens ganz einfach: Iss einen Apfel. Tu dir selbst damit etwas Gutes. Und greife am besten zu regionalem Obst, um gleich die Apfel-Handwerker zu unterstützen. Mit einem dieser Apfel-Anbauer haben wir uns unterhalten. Denn dass der Apfel gesund ist und viele Vitamine hat, wissen wir. Und sicher haben einige auch mitbekommen, dass dieses Jahr die Apfelernte deutlich schlechter ausfällt. Schuld daran waren die Fröste im Frühling. Doch was es sonst noch über den Apfel zu sagen gibt, erzählt uns Bettina Lindicke vom Obsthof Lindicke aus Werder.

 

Welche Apfelsorten baut ihr bei euch denn an?

Einen Großteil unserer Betriebsfläche nutzen wir für den Anbau von Äpfeln. Von Frühsorten wie Piros bis hin zu Lagersorten wie Braeburn bieten wir ein großes Sortiment. Wir produzieren nicht nur Sorten die schön aussehen, sondern auch die, die besonders gut schmecken. Dabei findet jeder seine Lieblingssorte. Auch alte traditionelle Sorten wie Boskoop und Berlepsch sind bei uns zu haben. Insgesamt haben wir etwa 20 Apfelsorten im Anbau. Übrigens auch Sorten, die von Apfel-Allergikern gut vertragen werden, wie Santana und Wellant.

 

Ich habe gehört, dass man bereits beim Pflücken aufpassen muss: Der Stiel muss dran bleiben, man soll den Apfel von unten nach oben vom Ast knicken... Stimmt das? Ist die Ernet schon so kompliziert?

Ja, Äpfel ernten kann nicht jeder. Dabei gibt es auch hier Sortenunterschiede. Der eine Apfel lässt sich leichter ernten, bei einem anderen braucht es den richtigen "von unten nach oben"-Griff. Lässt sich der Apfel so gar nicht gerne lösen, ist er einfach noch nicht reif. Und bitte immer mit zwei Händen pflücken! Denn dann gibt es nicht so viel Fallobst. Grundsätzlich sollten Äpfel nicht gerissen werden. Wenn der Stiel dran bleibt, gilt der Apfel als unversehrt und kann besser gelagert werden.

 

Wie lagert man Zuhause denn die Äpfel am besten?

Kühl, gerne im Kühlschrank oder auf dem Balkon oder der Terrasse und auch etwas abgedeckt. Leichte Anfangsfröste schaden dabei nicht. Und nicht mit anderem Gemüse und vor allem nicht mit Kartoffeln zusammen.

 

Dieses Jahr hatten viele Landwirte aufgrund des Wetters eine schlechte Ernte. Wie ist dies bei euch?

Hier in Werder waren die Fröste im April sehr stark und wir haben je nach Obstart zwischen 40% und 100% Ausfall. Natürlich haben wir Äpfel, nur eben deutlich weniger. Hier bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten.

 

Gibt es auch ein bestimmtes Wetter für die Apfelernte?

Ernten macht natürlich am meisten bei Sonnenschein Spaß. Grundsätzlich reicht es aber, wenn es nicht regnet.

 

Wie isst du denn eure Äpfel am liebsten?

Roh und als Apfelmus mit Eierlikör über einem Vanilleeis. Und auch jede erdenkliche Form von Apfelkuchen. Da ist das Internet ja voll mit Rezepten. Mir schmeckt Kürbissuppe mit Apfel und Curry beispielsweise sehr gut. Einfach einen Apfel mitkochen und pürieren.

 

Wer in deiner Region Äpfel und sonstiges Obst und Gemüse anbaut, findest du auf unserer Übersichtskarte. Entdecke tolle Lebensmittel-Handwerker und Manufakturen, spannende Geschichten von Produzenten und erhalte Termine und Aktionen in deiner Umgebung per E-Mail: Jetzt eintragen!

 

Obsthof Lindicke, Am Plessower Eck 1, 14542 Werder (Havel), obsthof-lindicke.de

Titelfoto: 123rf.com

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