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Plätzchen backen mit Hummelbee

29.11.2017

Kurz vor Weihnachten geht es wieder los: wir backen Plätzchen. Vanillekipferl, Weihnachtskekse, Lebkuchen, Zimtsterne und Butterplätzchen. Die Vielfalt an Weihnachtsgebäck kennt kaum Grenzen. Und auch nach der Weihnachtszeit stehen die kleinen Kekse hoch im Kurs.

Plätzchen kann man eigentlich immer backen. Nur woher kommt überhaupt das Wort "Plätzchen"? Schaut man sich im Internet um, gibt es viele und teilweise auch sehr witzige Antworten:

"Wenn man zu viele davon ist, kann man platzen..."
"Im Rheinland wird süßes Hefeteigbrot aus Weizenmehl "Platz" oder "Stuten" genannt. Plätzchen ist also die kleine Form davon."
"Als Platz bezeichnete man früher einen flach geformten Kuchen. Kleine Plätze sind Plätzchen."
"Weil man den Teig auf ein Backblech platziert."
"Weil auch nach dem Essen immer noch ein kleines Plätzchen dafür ist."

Lassen wir es einfach mal so stehen. Zumindest wissen wir, dass das Wort Keks ursprünglich vom englischen cake, also Kuchen kommt. Plätzchen wird heute allerdings mit cookie übersetzt. Im Deutschen wiederum werden ganz spezielle Kekse als Cookie bezeichnet. Dies kommt wahrscheinlich aus den amerikanischen Kaffeeketten und Bäckereien, die flache, große Gebäcktaler in verschiedenen Geschmacksvarianten anbieten.

Aber wie auch immer man das Gebäck (übrigens im Plural die Gebäcke) nennt, wir haben mit Hummelbee eine Manufaktur gefunden, die sich auf Kekse, Brot und Kuchen spezialisiert hat und Backmischungen anbietet. Philipp Maschewski, Gründer und Geschäftsführer der Firma hat sich schon lange Zeit mit gesunder Ernährung in Verbindung mit Sport interessiert. Doch wie kommt man da auf Backmischungen? Wir haben nachgefragt!

 

Backmischungen haben ja eigentlich gar keinen so guten Ruf. Wie bist du auf die Idee gekommen, welche anzubieten?

Auf die Idee kam meine Frau Stefanie, bedingt durch Ihre Lebensmittelintoleranzen und die mangelnden Kompetenzen bei vielen Bäckereien. Zum anderen fanden wir es erschreckend, wie viel Zucker, minderwertige Lebensmittel und vor allem viel zu viel raffinierter Zucker verarbeitet wird. Da war die Überlegung nahe, zu versuchen es besser zu machen.

 

Was ist also der Unterschied zwischen euren Backmischungen und denen aus dem Supermarkt?

Die Zusammensetzung der Zutaten. Wir verwenden nur rein natürliche Bio Zutaten, die den Geschmack prägen, verzichten auf Weizenmehl und auch Unmengen an Zucker.

 

Quasi "gesunde" Backwaren. Und woher stammen eure Rezepte für die Kekse und Plätzchen?

Wir haben uns hier in erster Linie alten Backbüchern unserer Großeltern bedient. Ebenfalls haben wir aber auch viel im Internet recherchiert und in Supermärkten. Ein Jahr Vorarbeit war allerdings nötig, bevor wir online gegangen sind.

 

Für uns ist Regionalität ja ein wichtiger Punkt. Woher kommen eure Zutaten?

Wir versuchen schon, dass ein Großteil aller Zutaten auch aus Deutschland kommt. Allerdings bei Nüssen und Trockenfrüchten ist dies schwer, da viele nur im Ausland angebaut werden.

 

Ich habe gesehen, man kann die Zutaten für eure Backmischungen sogar individualisieren?

Genau. Der ursprüngliche Gedanke war, eine Möglichkeit für Menschen mit Lebensmittelintoleranzen zu schaffen. Daher kam die Idee zu einer möglichen Individualisierung, die wir im Shop ohne Aufpreis anbieten. Man kann also manche Zutaten einfach austauschen. Da wir aber grundsätzlich auf Natürlichkeit setzen, schaffen wir somit schon allein mehr Möglichkeiten bei Lebensmittelintoleranzen.

 

Statt einem Karton habt ihr kleine Säckchen als Verpackung. Wie bist du darauf gekommen?

Wir wollten keine Pappschachteln verwenden wie es viele tun, sondern etwas Besonderes, was dem Kunden gleich signalisiert, dass wir ein hochwertiges Feinkostprodukt anbieten.

 

Das ist euch gelungen. Hast du vielleicht einen Tipp zum Plätzchenbacken? Einen Kniff oder ein Geheimnis von einem Profi?

Einen Kniff eher weniger... Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen und eine freie Fläche zum Arbeiten zu suchen. Wenn jetzt noch Kinder dabei sind oder das Kind in den Erwachsenen geweckt wird, steht der "Mehlschlacht" nichts mehr im Weg.

 

Woher kommt eigentlich der Name Hummelbee?

Als Hintergund: wir haben nach einen Namen gesucht, der für Natürlichkeit und Nachhaltigkeit steht. Da Hummeln und Bienen für uns ein absolutes Wahrzeichen der Natur sind, war die "Vermischung" für uns nahe. So stand für uns "Bumblebee", "Hummelbiene" und "Hummelbee" als Namen zur Verfügung. Letzteres klang einfach am schönsten.

 

Hummelbee ist gerade 3 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch! Was war zurückblickend einer der tollsten Momente?

Das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Für mich gesprochen bin ich sehr stolz darauf, dass wir es solange geschafft haben durchzuhalten. Die vielen Hürden haben uns noch weiter zusammen geschweißt und kreativer werden lassen, um dem Ganzen entspannter entgegen zublicken.

 

Also gab es auch Schwierigkeiten und Hürden?

Schwierigkeiten... Wir sind in Deutschland - ein absolut bürokratischer Staat. Dies allein hat ausgereicht, um uns oft im ersten Jahr verzweifeln zu lassen. Wenn man allein mal überlegt, dass es ein mehrseitiges Dokument gibt, wie groß das Bio-Logo auf dem Etikett sein darf und an welcher Stelle es genau platziert sein muss... das sagt schon alles, oder?

Bio Logo, Vegan Logo und andere Merkmale und Zertifikate

Aber jetzt wisst ihr es und habt ja auch ganz schön viele Logos, Zertifikate und Merkmale. Hast du vielleicht auch ein besonderes Plätzchen-Rezept für uns, welches man nachbacken kann?

Eines unserer Rezepte kann ich hier natürlich nicht preisgeben. Aber wer möchte, schaut mal bei unserem Facebookprofil vorbei. Hier stellen wir immer wieder Rezepte zum Nachbacken vor. Auch leckere Kekse waren in letzter Zeit dabei.

 

HummelBee, Feinkostbackwaren für Kuchen, Kekse, Brote, Däumlingsweg 6, 12555 Berlin, hummelbee.de

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