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Nudeln aus Lebensmittel-Überschüssen

28.04.2018

Die Badische Nudelmanufaktur hat sich die Lösung eines Problems anderer zu eigen gemacht und produziert aus Lebensmittel-Überschüssen Nudeln. Leider noch längst keine Normalität. In der Welt der Food-Startups stößt man immer mal wieder auf genau dieses Prinzip. So nutzen z.B. Dörrwerk nicht mehr verkaufbares Obst und stellen daraus Esspapier her. Knödelkult aus Konstanz produzieren Knödel im Glas aus gerettetem Brot. Etepetete verkaufen Gemüse, welches es wegen Aussehen und Form nicht in die Supermärkte schafft. Und das Startup Sirplus hat direkt einen Supermarkt eröffnet und verkauft Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

Doch zurück zu den Nudeln. Denn die Badische Nudelmanufaktur kauft die überschüssigen Lebensmittel nicht einfach auf und verkauft diese wieder selbst, sondern produziert daraus Nudeln in Lohnarbeit. Sie produzieren also für andere und verkaufen statt Produkte ihr Wissen und ihr Handwerk. Wir haben Inhaber Theo Hoffmann gefragt, was genau dahinter steckt.

 

Ihr produziert also Nudeln für andere Lebensmittel-Handwerker. Wie kam es dazu und warum vertreibt ihr eure Nudeln nicht hauptsächlich selbst?

Wir vertreiben zu etwa 50 % unsere Nudeln selbst im Direktverkauf und im Einzelhandel. Die Produktion in Lohnarbeit wurde aber an uns herangetragen und hat sich schnell entwickelt. Prinzipiell bieten wir mit diesem Weg eine Problemlösung an. Zwei Grundgedanken liegen dem zu Grunde. Viele Hofläden würden gerne Nudeln in ihren eigenen Verpackungen anbieten. Dafür geben sie mir die Rohstoffe wie Eier und Mehl oder Gries. Manche haben auch eigenes Getreide wie Dinkel, Weizen, Gelbweizen, Emmer oder Einkorn und lassen von mir dann die entsprechenden Nudelspezialitäten fertigen. Entweder als vegane Nudeln oder aber mit Eiern, die dann dazugekauft werden müssen. Der zweite und häufigere Fall ist, dass die meisten Landwirte Hühner und somit hin und wieder auch Eierüberschüsse haben, die sie nicht verkaufen können. Zum Beispiel bei Herdenwechsel. Die neuen Hühner legen in der ersten Zeit nur kleine Eier, die der Markt nicht abnimmt. Oder in der Sommerzeit werden generell weniger Eier verkauft, die Hühner legen aber weiter und weiter. So können wir dann aus dem Überschuss ein neues Produkt für den Hof machen und die Nudeln erschließen zusätzliche Einnahmen statt Verluste.

 

Somit schafft ihr eine Win Win-Situation für beide, da die von euch hergestellten Nudeln wieder zurück gehen und von den Landwirten selbst verkauft werden, richtig?

Ganz genau. Wir liefern die Nudeln dann lose in Säcken und die Landwirte packen diese dann in ihrer eigenen Verpackung ab. So verkaufen sie die von uns hergestellten Nudeln aus ihren eigenen Zutaten und in ihrer eigenen Verpackung selbst.

 

Und gibt es bei den Rezepturen nicht ein Problem? Ihr bekommt ja immer andere Zutaten? 

Die Rezeptur schlagen wir vor und beraten entsprechend den Wünschen des Kunden, was Sorten und Zusammensetzung betrifft. Als Nudelmanufaktur haben wir natürlich nicht nur das Wissen, was sich am besten wie verarbeiten lässt und geschmacklich zusammen passt, sondern auch sehr viele Rezepte.

 

Die eigenen Nudeln produzieren Anette und Theo Hoffmann übrigens regional in Bio-Qualität und den verschiedensten Geschmacksrichtungen und Formen. Z.B. aus Bio-Hartweizengries oder Bio-Vollkorndinkelgries und mit 30% Bio-Eiern. Die Auswahl ist groß und reicht von Spirelli über Bandnudeln hin zu Lilien, Weinbergschneckle, Eierspätzle und Suppennudeln. Diese vertreiben sie über ihren eigenen Online-Shop und verschiedene Verkaufsstellen in ihrer Region.

Badische Nudelmanufaktur, Hauptstraße 140, 79356 Eichstetten am Kaiserstuhl, badische-nudelmanufaktur.de

 

Übrigens: über 70 Manufakturen aus ganz Deutschland haben wir auf unser Karte gelistet, die Nudeln herstellen und verkaufen. Auch in deiner Region! Schau direkt mal nach in unserer Kategorie Nudeln.

 

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